Pfarre St. Josef Baden-Leesdorf

Chronik

Die erste Notkirche wurde in der Waltersdorfer Straße 24 errichtet und im Jahre 1932 von Kardinal Piffl geweiht. Im Jahre 1938 wurde diese Stätte beschlagnahmt und nach Beendigung des Krieges und endgültigem Verlust wurden Wirtschaftsgebäude des Ehepaares Gehrer in der Leesdorfer Hauptstraße 63 angekauft. Nach notdürftiger Einrichtung konnte am 9.12.1945 mit Segen von Kardinal Innitzer der Schuppen für den Gottesdienst freigegeben werden. Erst 1964 wurde in Abend- und Nachtarbeiten von freiwilligen Helfern die Sakristei angebaut und der Kirchenraum heizbar gemacht.

Wie sehr die Leesdorfer mit ihrem Zentrum verbunden sind, hat sich gezeigt, als die Errichtung eines Neubaues beschlossen wurde. Sofort konstituierte sich unter OStR. Karl Ecker der Leesdorfer Kirchenbauverein.

Für den Neubau der Kirche wurde auch bald ein Grundstück in der Leesdorfer Hauptstraße, gegenüber dem Schloß Leesdorf gefunden und vom Stift Melk angekauft.

Am 15.Mai 1980 (Christi Himmelfahrt) fand der Spatenstich für die Kirche St.Josef in Leesdorf mit Weihbischof Kuntner statt.

Mit dem Bau selbst wurde aber erst fünf Jahre später, im Frühjahr 1985 begonnen.

In der Sitzung vom 8.März 1985 beschloß der Pfarrgemeinderat die Kirche dem hl. Josef zu weihen.

Das Seelsorgezentrum trägt den Namen von Pater Anton Maria Schwartz. Eine Marmortafel, die bis 1938 an seinem Geburtshaus am Kaiser Franz Joseph-Ring 24 angebracht war, hat nun im Seelsorgezentrum St.Josef ihren Platz gefunden.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 16.Mai 1985 durch Prälat DDr. Josef Musger. Nach zweijähriger Bauzeit fand am 27.9.1987 die kirchliche Weihe durch Kardinal DDr. Franz König statt. Anläßlich der Einweihung des neuen Pfarrzentrums durch Weihbischof Dr. Krenn am 20.1.1990 wurde unsere Pfarre St. Josef zur eigenständigen Pfarre erhoben.

Aufgrund eines Versprechens des Kurfürsten von Sachsen (späterer König von Polen) aus dem Jahre 1697, erhielten wir am 1.März 1991 von der polnischen Stiftungsgemeinschaft TUMULT als Geschenk eine Glocke. Dies war der Anlaß zum Bau eines Glockenturms.

Am 16.6.1992 wurden die Glocken (4 Stk./ Josefs-; Urbans-; Augustins-; Martins- u. Theresiaglocke) in Innsbruck (Fa. Grassmayr) gegossen. IM Sommer 1993 wurde der Turm gebaut. Die Turm- und Glockensegnung durch Weihbischof DDr. Helmut Krätzl erfolgte am 26.9.1993.

Am 5.9.1999 Segnung des neuen Pfarrhauses durch Weihbischof Dr. Alois Schwarz. Am ehemaligen Standort der Notkirche in der Leesdorfer Hauptstraße 63.

Am 21.3.2000 Einsetzung einer Reliquie des Seligen Pater Anton Maria Schwartz durch Hw.Herrn Generalsuperior P.Peter Lier (Kalasantiner)im Volksaltar.

Das, zwecks besserer Erkennbarkeit, aufgestellte Standkreuz vor dem Pfarrzentrum (gespendet von Frau Helene Spätauf) wurde am 22.6.2008 von Weihbischof Stephan Turnovszky geweiht.

Im Zuge der Neugestaltung der Apsis, wurde von Hrn. Prof. Dr. Anton Wollenek zwei Ikonen mit Titel: "Die 7 Gaben des heiligen Geistes" und "Herkunft des Christi" angekauft. Am 30.11.2008 wurden diese Ikonen von Weihbischof Stephan Turnovszky gesegnet.